Eine Studie in den USA zeigt auf, dass 75 Prozent der befragten CEOs sich Coaching und persönliches Feedback wünschen. Gerade in sich schnell ändernden Anforderungssituationen und unter dem stetig spürbaren Leistungs- und Erfolgsdruck können sich Vorstände eine persönliche Unterstützung und einen professionellen Ratgeber sehr gut vorstellen, um im unabhängigen Dialog wichtige Themen zu behandeln und mehr Klarheit für Entscheidungen zu bekommen.

Wichtige Bereiche für Coaching geben die CEOs mit Konflikt Management (45%), Kommunikations-Skills (32%), damit verbunden die Fähigkeit zum aktivem Zuhören (21%)  und Planungs-Skills (19%) an. Beeindruckende 57 Prozent stimmen zu, sich sehr an den Fortschritten und Erkenntnissen durch das Coaching zu erfreuen, und noch weitere 39 Prozent stimmen zu, sich normal an den Fortschritten zu erfreuen – also 96 Prozent empfinden die hilfreiche Unterstützung positiv. Und obwohl die USA in der beruflichen Anerkennung von Coaching schon ein paar Schritte weiter sind als Europa, geben 60 Prozent der Vorstandsvorsitzenden an, die positiven persönlichen Ergebnisse für sich zu behalten. Nur ein Drittel teilt die gewonnen Erkenntnisse mit dem restlichen Vorstand oder Aufsichstrat. Hier zeigt sich m.E, die tatsächliche Einsamkeit der Position, wie sie heute in ihrer Rolle determiniert ist, und der tatsächliche Bedarf an einem unabhängigen Sparingspartner.

Stanford-SrudieBei den Ergebnissen der Stanford-Studie erstaunt allerdings, dass 66 Prozent der CEOs kein Coaching oder andere externe Beratung erhalten, obwohl nahezu 100 Prozent sich als aufnahmebereit für Veränderung durch Feedback von außen halten. “If CEOs are willing to be coached and make changes based on coaching, it stands to reason that companies and boards should make this happen,” meint Professor James Larcker, Center for Leadership Development and Research at the Stanford Graduate School of Business.  Das sollte Unternehmen und Leadership-Programmen in Ihrem Beratungsstandards zu denken geben, dass selbst die Top-Kräfte einen Sparingsbedarf angeben, der noch nicht gedeckt wird. Hier scheint ein Zuständigkeitslücke in der Personalentwicklung zu sein. Die interessante Studie beleuchtet auch die Meinung der Aufsichtsräte zum Thema Coaching.