Kommen Sie morgens auch so schlecht aus dem Bett? Und nachmittags muss es ein ganz starker Kaffee sein? Zudem fällt das Aufraffen zum Sport gerade auch sehr schwer? Ja, dann sind Sie mittendrin – in der körperlichen Umstellung von Sommer auf Herbst und Winter. Und da der Sommer in diesem Jahr dann doch sechs lange Wochen so schön war und der Herbst nun sehr schnell sehr kalt und regnerisch wurde, hat der Körper dieses Jahr mit der Umstellung eine echte Spitzenleistung zu vollbringen. Und viele sind nicht nur müde, sondern hocken auch in einem plötzlichen Stimmungstief. Die Hamburger Morgenpost berichtet von der saisonal abhängigen Depression (SAD, Seasonal Affective Disorder), die häufig junge Menschen trifft – und häufiger Frauen als Männer. Schätzungen zufolge leiden rund 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung unter der saisonalen Depression. Die Meldung weht gerade kräftig durch den medialen Blätterwald wie Berliner Kurier, myself, witzig im Spiegel, und sogar die Bild ruft zum Kampf gegen den Herbstblues.

Dabei sind die Tipps, um dem Organismus bei der Umstellung zu helfen, sehr einfach und schon altbewährt. Fangen Sie jetzt mit den Gegenmaßnahmen an, denn am letzten Oktober-Wochenende werden zudem noch die Uhren umgestellt, das heißt, es wird noch früher dunkel, die Tage noch kürzer. Was hilft:

  • Viel frische Luft und vor allem viel Tageslicht tanken – gehen Sie jeden Tag raus, nutzen Sie Ihre Mittagspause, da sind die Licht-Luxeinheiten am höchsten. Versuchen Sie auch innen in der Nähe vom Fenster zu sitzen. Warum so viel Licht?  In der Dunkelheit wird Melatonin produziert, ein Stoff, der den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst und dafür sorgt, dass wir uns schläfrig und schlapp fühlen. In der dunklen Jahreszeit haben wir mit einem höheren Melatoninspiegel zu kämpfen.
  • Setzen Sie auf Farbe um sich herum – wenn Ihnen nun Orange, Rot oder Gelb nicht stehen, dann ist es eben der Blumenstrauß, die Bettwäsche oder die Couchkissen, die jetzt die Stimmung aufhellen.
  • Auch wenn es schwer fällt, Bewegung und Sport bringt den Kreislauf und damit das Wohlbefinden nach oben, die Produktion der Glücklichmacher Serotonin und Endorphin wird angekurbelt.
  • Essen Sie ausgewogen – viel Magnesium in Vollkorn ist z.B. ein Schutzfaktor für Nerven und es darf auch ruhig mal das Stück Schokolade sein
  • Tun Sie das, was Ihnen guttut – durch die Schlappheit geraten wir oft in eine „Keine Lust“-Falle. Wir unternehmen nicht mehr viel, was dann die schlechte Stimmung befeuert. Also, wie war das mit Kino, Theater, neue Restaurants ausprobieren etc. in der kalten Jahreszeit?

Und wenn Sie diese Probleme nicht kennen, dann freuen Sie sich einfach an der dritten Jahreszeit mit den bunten Blättern, kuscheligen Abenden und den Beginn der kulturellen Saison.