Dieser Eröffnungssatz in einem Beitrag des Wall Street Journal-Blogs hat mich begeistert, weil er so herrlich knapp, aber treffend die Vorurteile so mancher konventioneller Führungskräfte aufnimmt, wenn es um Spaß, Freude und Wohlfühlen am Arbeitsplatz als wichtiger Motivationsfaktor geht. Ja, das ist wirklich „soft new age“ – also echt schon esoterisch. glueck-kl

Das iOpener Institute hat eine Umfrage durchgeführt, bei der herauskam, dass die Freude und das Glücksempfinden am Arbeitsplatz vor allem auch in Krisensituationen des Unternehmens das weitere Maximieren der Leistung ermöglichen und neue Potenziale freisetzen. Mitarbeiter, die durch Freude motiviert sind, bleiben doppelt solange einem Unternehmen treu und haben 10mal weniger Krankheitstage. Sie fokussieren sich auf ihre Arbeit und nicht auf Ablenkungen, denn sie haben ja Spaß daran. Und – das möchte ich anfügen – solange die Arbeit Spaß macht, ist das Risiko eines Burnouts sehr gering.

Welches sind die Elemente, die die Freude an der Arbeit und am Arbeitsplatz zusammen ausmachen:

1. Mitwirkung (Contribution) – mit der eigenen Arbeit zu dem Gesamterfolg beizutragen, von Vorgesetzten und Kollegen für den Beitrag geschätzt zu werden, sich als Teil zu sehen und zu empfinden…

2. Überzeugung (Conviction) – die klare Vorstellung zu haben, dass man es schafft, egal ob durch normale als auch durch harte Zeiten dieses Jobs zu kommen, macht uns ressilient und effizient.

3. Kultur (Culture) – das Gefühl zu haben, einfach in die Firma zu passen – mit seinen Einstellungen, Werten und Meinungen.

4. Bekenntnis zum Unternehmen (Commitment) – zu dem Unternehmen, seinen Produkten und seiner Philosophie zu stehen und stolz darauf zu sein, hier zu arbeiten.

5. Vertrauen/Zuversicht (Confidence) – hier ist das positive Denken verankert, das die Schnittstelle zu allen anderen Elementen darstellt. Denn natürlich passt nicht immer alles, es gibt den Kollegen der nervt, das Konzept, das nicht durchgegangen ist, oder eine neue Guideline, die einem nicht gefällt. Aber nicht bei jeder Kleinigkeit die Katastrophe zu sehen, sondern die Zuversicht zu haben, dass sich die Dinge schon richten und das man dazu auch etwas beitragen kann, gibt eine Grundfreude zurück.

Und nicht nur Jessica Pryce-Jones (Happiness at work: Maximizing your Psychological Capital for success) in den USA spricht hier von einem klaren Asset, den der Mitarbeiter mit seiner Freude dem Unternehmen bringt, sondern auch in Deutschland sprechen z.B. Dorette Segschneider und Birgit Heinermann bei Leadership Themen von dem Wirtschaftsfaktor Glück.