Wie eine neue Studie der Haufe Akademie nun aufzeigt, sind 60 Prozent der deutschen Angestellten gerne bereit, sich beruflich weiterzubilden, sogar Freizeit und eigenes Geld dafür zu investieren. 45 Prozent würden in der Woche Freizeit opfern und 31 Prozent sogar am Wochenende, während 33 Prozent bis zu 1000 Euro und 15 Prozent bis zu 2000 Euro beisteuern würden. Sie möchten auf der Höhe der Zeit bleiben und neue Kenntnisse dazu gewinnen, um fit für den Job und den Wettbewerb zu bleiben. Die Studie vom 26. März bringt noch weitere interessante Ergebnisse hervor.

Und trotz dieses möglichen Engagements der Mitarbeiter ist Weiterbildung in Unternehmen ein häufig vernachlässigtes Thema. Es ist sträflich, wie oft dieses Motivationstool und ein großer Faktor für Arbeitgeberzufriedenheit in den operativen Abteilungen nicht zielführend und inadäquat eingesetzt werden. Oder haben Sie in Ihrer Abteilung schon einen Jahresplan für Weiterbildung stehen? Ist das Thema angemessen in Ihrem Mitarbeitergespräch angesprochen worden, wie Sie persönlich am sinnvollsten beruflich weiterentwickelt werden? Oder wird öfter adhoq entschieden, dass dies oder jenes jetzt ein interessantes Seminar wäre.

Sollten Sie Einfluß auf die Planung haben oder selbst für dieses Jahr noch keine Weiterbildung in Ihrem Kalender stehen haben, dann ist es jetzt an der Zeit, dieses Versäumnis strukturiert anzugehen, damit Sie

1. die Planung mit Ihrem Chef und der Personalabteilung besprechen können,

2. die richtigen Fortbildungen finden, die noch freie Plätze haben. Niemand wartet auf Sie oder Ihre Mitarbeiter.

3. Und sich die Termine in Ihrer Planung freihalten.

Denn ein aktueller Bericht auf „Wirtschaftspsychologie heute“ bestätigt, dass die Menschen, die sich weiterbilden, öfter und schneller Karriere machen. Wie Scott Seibert, Professor für Organisationspsychologie und Management, in der Zielgruppe der Berufseinsteiger herausfand, haben positive wie negative Karriereschocks einen großen Einfluss auf die intrinsische Motivation, sich weiterzubilden. Entweder um den positiven unerwarteten Aufstiegsereignissen und damit verbundenen Erwartungen zu entsprechen, oder um negative Ereignisse wie Scheitern oder Entlassung in Zukunft zu vermeiden. Je mehr Schocks, desto größer ist das Weiterbildungsengagement.

Ob durch Schocks oder durch den einfachen Spaß am Lernen initiiert – Weiterbildung ist wichtig. Legen Sie los!